Gartentagebuch führen für mehr Ernte, Zeit und Gartenspaß

enthält Werbung

Mit einem Gartentagebuch ist es wie mit den meisten Tagebüchern – am Anfang bist du super motiviert und machst regelmäßig Einträge, aber dann schläft die Gewohnheit schnell wieder ein.
Oft ist der Grund für dieses mangelnde Durchhaltevermögen, dass wir so viel zu tun haben und dann eben die Tätigkeiten, die keinen unmittelbaren Nutzen haben, hinten runterfallen.

Warum es sich aber doch lohnt, dein Gartenjournal zur Priorität zu machen, habe ich hier ausführlich erläutert.

Damit dein Gartentagebuch diesen großartigen Nutzen tatsächlich erfüllen kann, musst du allerdings das Richtige (für deine Ziele!) darin festhalten. Was „das Richtige“ für dich ist und wie du dein Gartenjournal über das Gartenjahr hinweg optimal nutzen kannst, zeige ich dir in diesem kleinen Guide.

Der Weg zum Gartentagebuch, das dich beim Gärtnern unterstützt

Für das Führen eines Gartentagebuchs gibt es keine Regeln und ich möchte auch keine aufstellen.
Vielmehr geht es mir darum, dir Tipps und Impulse zu geben, wie du dein Gartentagebuch führen kannst, dass es dir etwas nützt und nicht nur Arbeit macht. Tagebuch zu schreiben um des Schreibens Willen ist ganz und gar nicht mein Ziel.
Deshalb finde ich es auch nicht wichtig, jeden Tag etwas einzutragen. Hauptsache du hältst die Dinge fest, die dir am Ende etwas bringen

Deine Ziele

Damit kommen wir zum ersten wichtigen Schritt des Gartenjournal-Schreibens.
Ganz am Anfang steht nämlich nicht die Frage, was du darin notieren möchtest, sondern die Frage nach deinen Zielen. Frage dich also, was du durch das Führen des Gartenjournaljournals erreichen möchtest.

Solche Ziele könnten sein:

  • ein externes Gedächtnis für Ideen, Pläne und Termine
  • Erinnerungen an die schönen Momente im Garten schaffen
  • deinen Garten besser kennen lernen, ganz viel über das Gärtnern lernen und das Potential deines Gartens voll ausschöpfen

Je nachdem, wie du diese Frage beantwortest, entscheidest du dann welche Inhalte für dich wichtig sind.
Es gibt hier kein Richtig oder Falsch. Nicht jeder muss seinen Garten optimieren wollen. Aber wenn du dir nicht aktiv ein Ziel für das Schreiben setzt, wirst du schnell die Motivation verlieren, weil du gar nicht weißt, warum du den Aufwand eigentlich betreibst.

Ganz am Anfang steht die Frage, was du durch das Führen des Gartenjournaljournals erreichen möchtest.

Das Schreiben und Auswerten

Jetzt weißt du, was du mit deinem Gartentagebuch erreichen willst, aber wie kommst du da hin? Was schreibt man denn nun das ganze Jahr über in so ein Gartentagebuch?

Die Themen, die du über das Jahr in deinem Gartenjournal bearbeitest, sind die, die zu diesem Zeitpunkt im und um den Garten anstehen.
Jeder Zeitpunkt im Gartenjahr ist geprägt von anderen Aufgaben. Mal steht die Planung und mal die Umsetzung und Beobachtung im Vordergrund. Am Ende der Saison geht es an die Auswertung deiner Notizen.

Es hört also nicht beim Schreiben auf. Wenn du den nächsten Schritt gehst und dir anschaust, was du aus deinen Beobachtungen ableiten und für die Zukunft mitnehmen kannst, entsteht plötzlich jede Menge wertvolles Wissen, das du so nirgends nachlesen kannst.

Die 4 Schritte des Gartentagebuch-Führens

1. PLANEN: Mischkultur & Fruchtfolge, Aufgaben, Gartengestaltung, Projekte, Aussaat- & Pflanztermine

2. BEOBACHTEN: was funktioniert (nicht) (für dich), deinen Garten kennenlernen

3. AUSWERTEN: was wirst du beibehalten, was anders machen, wie viel Ernte kannst du erwarten

4. WISSEN: das magst du, so gehts

Und hier schließt sich der Kreis zu 1. bzw. zum nächsten Gartenjahr. Mit deinem neuen Wissen kannst du nun besser planen und hast schon viel mehr Wissen zu deinem Garten und deinen Pflanzen.

Das Gartentagebuch im Gartenjahr

Jede Zeit hat ihre Arbeiten und jede Aufgabe hat ihre Zeit. Entsprechend haben diese Themen auch in deinem Gartenjournal Saison.

Hier ein paar konkrete Vorschläge:

  • WINTER:
    • Plane deinen Garten (um) und die anstehenden Arbeiten im Garten. Mache deine Beetplanung.
    • Beobachte deine Anzucht und die Ernte des Wintergemüses.
  • FRÜHLING:
    • Beobachte deine Anzucht und Pflanzen im Beet, sowie deine ersten Ernten.
    • Werte aus, was du beim Wintergemüse beobachtet hast und passe ggf. deine Pläne für den kommenden Winter an (Mengen, Sorten, Standort,..).
  • SOMMER: Beobachte deine Pflanzen und deine Ernte.
  • HERBST:
    • Beobachte deine Ernte und das neue Wintergemüse.
    • Werte die Hauptsaison aus, notiere deine Erkenntnisse und Lernerfolge und ergänze deine Lieblingssortensammlung.

Außerdem gibt es natürlich ein paar Dinge, die immer aktuell sind:

  • sammle deine Ideen
  • halte Beobachtungen rund um deinen Garten fest
  • notiere Tipps, um sie nicht zu vergessen
  • mache Fotos und klebe sie ein (oder gib ihnen auf andere Weise einen schöneren Ort als die Speicherkarte deiner Kamera)

Ein Beispiel

Ich habe nur wenig Platz für meinen Gemüsegarten zur Verfügung. Deshalb möchte ich die mir zur Verfügung stehende Fläche optimal nutzen. Damit das möglich ist, brauche ich einen guten Beetplan und muss die Eigenheiten der Gemüse, die ich anbauen will und die meines Gartens gut kennen.
Mein Gartentagebuch soll alles wichtige rund um das Gartenjahr beinhalten, aber vor allem zum Planen und Lernen aus dem Garten dienen.
Aufgelockert wird das ganze durch Bilder aus dem Garten, die sonst auf meinem Handy verstauben würden.

Zu Beginn der Saison halte ich in meinem Gartentagebuch meine Garten- und Anbauplanung, sowie die anstehenden Aufgaben fest.

Tagesaktuell notiere ich:

  • wie lange welches Gemüse braucht um zu keimen
  • wann ich von welchem Gemüse wieviel ausgepflanzt habe
  • wann ich von welchem Gemüse wieviel geerntet habe

So lerne ich, wie lange die Gemüse in etwa unter den Bedingungen in meinem Garten zum Keimen und Wachsen brauchen. Ich kann besser abschätzen, welchen Ertrag ich zu erwarten habe, also auch ob ich mehr/weniger anbauen sollte etc.

Andere Dinge schreibe ich seltener auf, beispielsweise einmal pro Woche. Das sind Beobachtungen oder Erfahrungen wie „mein Radieschenbeet ist voller Schnecken, ich versuche nun sie mit Kaffesatz zu vertreiben“ und dann nach einigen Tagen, ob es funktioniert.

Finde heraus, welche Routine für dich passt und behalte diese bei. Es lohnt sich 😉

Tipp: Wenn es dir hilft dranzubleiben, notiere die (nahezu) täglichen Beobachtungen zum Beispiel auf dem Handy und übertrage sie regelmäßig in dein Gartentagebuch.

Ich hoffe, du hast nun eine Idee, wie du ein Gartentagebuch führen kannst, um dir deinen Traum von einer besseren Ernte, weniger Stress und vieler Erfolgsmomente im Garten zu erfüllen.

Wenn dir noch die passende Vorlage für ein solches Gartentagebuch fehlt, schau dir mein Gartentagebuch für den Gemüsegarten an. Es ist genau für diese Art des Gartenjournal-Schreibens konzipiert und unterstützt dich so optimal auf deinem Weg zum einfacheren und „besseren“ Gärtnern.

Das könnte dich auch interessieren

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.