In 4 Schritten zum Anbauplan

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Mit der Anbauplanung ist das so eine Sache. Die einen machen gar keine, gärtnern einfach drauf los und es klappt.
Die anderen sind totale Profis im Gemüsegarten, haben ihren Anbauplan schon längst erstellt und passen jedes Jahr nur noch hier und da etwas an.

Und dann gibt es noch die, die gerne einen erstellen wollen, sich aber sehr schwer damit tun, ewig hin und her überlegen und am Ende doch irgendwie pflanzen oder einen fertigen Plan übernehmen.

Natürlich hat jede dieser Varianten ihre Berechtigung, solange du damit zufrieden bist.

Wenn du aber zur letzten Gruppe gehörst und gerne endlich einmal einen Anbauplan mit genau den Pflanzen, die du möchtest und angepasst an deinen Garten erstellen willst, lies hier weiter.

WARUM EIN ANBAUPLAN

Wahrscheinlich weißt du schon, dass es vorteilhaft sein kann, dein Gemüse nach bestimmten „Regeln“ ins Beet zu setzen. Die für mich wichtigsten Gründe sind:

  • Es klingt ganz banal, aber mit einem Plan vergisst du (fast) nichts, was du dir vornimmst. Das Gartenjahr ist lang und spätestens im Mai habe ich meine Überlegungen von März vergessen, wenn ich sie nicht aufschreibe. Es wäre aber sehr schade, wenn deine tollen Ideen für den Garten vergessen werden, also mach dir einen Plan 😉
  • Die meisten von uns haben wahrscheinlich eher knapp bemessenen Platz für ihre Beete. Wenn du nun ohne Plan pflanzt, ist es schwieriger, den Platz bestmöglich zu nutzen, als wenn du dir vorher Gedanken dazu machst, wie du deine Pflanzen sinnvoll kombinieren kannst.
  • Vermutlich bekommst du mit einer guten Planung auch mehr Ertrag, weil du
    • gestaffelt aussäst.
    • mehrere Kulturen hintereinander anbauen kannst.
    • gute Mischkulturen beachtest, die sich gegenseitig unterstützen anstatt sich im Wachstum zu stören.
  • Der wichtigste Grund für mich ist, dass ein guter Anbauplan einen gesunden Garten fördert: Wenn du auf eine sinnvolle Mischkultur und die Fruchtfolge achtest, kannst du auf natürliche Weise etwas gegen Schädlinge tun und hältst deinen Garten gesund.

 Sicherlich ist all das auch ohne einen Anbauplan möglich. Dazu muss man dann aber wirklich sehr viel im Kopf behalten und auch viel Erfahrung haben. Ein Anbauplan macht das Gärtnern also eigentlich nicht komplizierter, sondern einfacher.

ANBAUPLANUNG LEICHT GEMACHT

So erstellst du in 4 Schritten deinen Anbauplan:

  1. Was willst du anbauen? Sammle die wichtigsten Eckdaten: Pflanzenfamilie, gute/schlechte Nachbarn, Kulturdauer
  2. Hauptkultur: Beginne in jedem Beet mit einem „Hauptgemüse“ und kombiniere es mit guten Partnern. Denke dabei auch an die verschiedene Höhen/Wuchsrichtungen (rankende Pflanze, Bodendecker, Wurzelgemüse) für eine gute Nutzung des Platzes.
  3. Vor-/Nachkultur: Kombiniere gute Nachbarn, die vor bzw. nach der Hauptkultur Saison haben und evtl. sogar über den ganzen Winter im Beet bleiben können.
  4. Wie kannst du die Pflanzen im Beet anordnen, um den Platz möglichst gut zu nutzen und deinen Pflanzen dennoch ausreichend Platz zum Wachsen zu lassen? Zeichne dir deine Beete maßstabsgetreu auf und zeichne die Pflanzen ein. So weißt du auch wie viel du vorziehen/säen musst.
  • Um dir Schreibarbeit und unübersichtliches Durchstreichen zu ersparen, nutze zunächst kleine Zettel: Schreibe auf kleine Zettel jeweils Sorte und Pflanzenfamilie und stelle so deine Beete zusammen. Die Zettel kannst du einfach hin- und herschieben, bis alles passt. Erst wenn du zufrieden bist, schreibst du deinen endgültigen Plan.
  • Versuche die unterschiedlichen Pflanzenfamilien auf so wenig Beete wie möglich zu verteilen (aber: gute Nachbarschaft beachten), um die Anbaupausen in der Fruchtfolge zu ermöglichen.
  • Überlege dir jetzt schon, wie du deine Beete im nächsten Jahr rotieren kannst, so dass die Anbaupausen eingehalten werden. Der Abstand, in dem in einem Beet Gemüse aus der gleichen Pflanzenfamilie wächst, sollte möglichst groß sein, um Schädlingsbefall einzudämmen. Denke daran, wenn du Kulturen planst, die bis zum nächsten Jahr stehen bleiben und schreibe es dir auf.

Die ausführliche Anleitung, auch für die Zettelmethode, findest du in meinem Workbook „Anbauplanung leicht gemacht“. Das gibt es ab sofort zum Gartentagebuch dazu oder einzeln zum „Probierpreis“.

Also, los gehts:.

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