Saatgut richtig lagern: So gehts

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Saatgut ist für den Gärtner ein besonders wertvolles Gut – vor allem natürlich das selbst gesammelte.
Deshalb ist es wichtig, sorgsam mit den Samen umzugehen und sie so aufzubewahren, dass sie ihre Keimfähigkeit möglichst gut behalten.

Worauf du bei der Lagerung deines Saatguts achten solltest und welche Möglichkeiten zur Aufbewahrung es gibt, habe ich in diesem Artikel zusammengefasst.
Außerdem findest du ein kleines Tool zur Organisation deiner Saatgutsammlung.

Inhalt

SAMEN VERPACKEN

Die wichtigste Voraussetzung, damit deine Samen eine gute Qualität behalten, ist dass sie sehr gut getrocknet sind, bevor du sie verpackst. So beugst du Schimmel vor.
Auch danach solltest du das Saatgut trocken, dunkel und nicht zu warm lagern. Gut verpackt im Schlafzimmer ist beispielsweise ein guter Ort.

Für die Verpackung der Samen eignen sich z.B. (selbst gefaltete) Tüten aus Papier. Im Internet finden sich zahlreiche Anleitungen, die einfach nachzumachen sind. Ich habe mich für eine Variante entschieden, die durch Einstecken der Lasche verschlossen werden kann.

Solche Papiertüten kannst du ganz nachhaltig aus Altpapier basteln. Ich habe für meine Tüten einseitig bedruckte DIN A4-Seiten verwendet (auf diese passen Stempel perfekt). Es geht aber auch beispielweise mit Zeitungspapier, bunten Papieren,…

Ebenfalls geeignet für die Verpackung der Samen sind Briefumschläge. Vor allem als Aufbewahrung für die Tomatensamen auf Küchenpapier (mehr dazu hier) oder größere Samen wie z.B. Erbsen ist diese Variante gut geeignet.

Auch in Schraubgläsern kannst du gut Saatgut aufbewahren.

Die einzelnen Tüten, Umschläge oder Gläser werden anschließend gesammelt in einer Kiste, einem Karteikasten oder in einem Ordner verpackt. So sind sie lichtgeschützt und nichts geht verloren.

ORDNUNG IM SAATGUT

Um dir den Überblick zu erleichtern und langes Suchen zu ersparen, ist es eine gute Idee deine Samen zu sortieren.
Wonach du sortierst, hängt von dir ab:

  • alphabetisch:
    Wenn du einen Überblick hast, wann was ausgesät wird (z.B. im Gartentagebuch), ist das die einfachste Art der Sortierung.
  • nach Aussaatzeitpunkt:
    z.B. als rollierendes System. Du kannst nach jeder Aussaat die Samen zum nächstmöglichen Aussaattermin einsortieren und behältst so den Überblick.
  • nach Pflanzenfamilie:
    Wenn du in Mischkultur gärtnerst, aber keinen festen Plan nutzt.

Als Hilfe zur Sortierung kannst du ein Register nutzen – sowohl in einer Kiste, einem Karteikasten, als auch in einem Ordner.

Eine Druckvorlage dafür findest du hier.

ÜBERBLICK ÜBER DEN SAATGUTVORRAT BEHALTEN

Auch wenn deine Samentüten ordentlich verstaut sind, ist es manchmal gar nicht so einfach, den Überblick zu behalten, wovon noch wie viel Saatgut da ist.

Deshalb habe ich mir eine Tabelle zur Organisation meines Saatgutes erstellt. Darin kann ich immer sehen, welche Sorten noch da sind und welche ich nachkaufen muss.

Mit Hilfe der Sortierfunktion nach dem Aussaatzeitpunkt kannst du sofort sehen, welche Aussaaten jetzt anstehen und vor allem auch, ob die Samen dafür vorhanden sind.

Natürlich kannst du die Tabelle noch nach deinen Bedürfnissen ergänzen (z.B. Pflanzenfamilien, Link zum Nachbestellen etc.).

Hier bekommst du die Liste für mehr Ordnung in deinem Saatgutvorrat kostenlos zum Herunterladen.

BESCHRIFTUNG DER SAMENTÜTEN

Denke unbedingt daran, deine Samentüten gut zu beschriften.
Egal, ob das Saatgut für dich oder zum Tauschen gedacht ist, ist eine gute Beschriftung wichtig.

Zum einen weiß so jeder auch noch im nächsten Jahr bei der Aussaat, was das eigentlich für Samen sind. Zum anderen ersparst du dir damit jede Menge Arbeit, wenn du nicht jedes mal wieder erst nachschlagen muss, wann und wie die Samen gesät werden sollen.

Diese Informationen gehören auf deine Samentütchen:

  • Pflanze + Sorte
  • Aussaatzeitpunkt, Pflanzzeitpunkt & ggf. Erntezeitpunkt
  • evtl. Abstände & Saattiefe
  • ggf. Besonderheiten
  • wann wurde das Saatgut gesichert

BESCHRIFTUNG LEICHT GEMACHT: STEMPEL FÜR SAATGUTTÜTEN

Weil das Beschriften der Samen etwas nervig und zeitraubend sein kann, habe ich einen weiteren kleinen Helfer entwickelt: Stempel mit denen du dein Saatgut mit wenig Aufwand und in einem schönen einheitlichen Look beschriften kannst.
Einfach stempeln, ankreuzen oder ausfüllen und alles wichtige ist festgehalten.
Die Stempel eignen sich durch die unterschiedlichen Motive sowohl für Nutzpflanzen als auch für Zierpflanzen.

Du kannst entweder direkt auf die Tüten stempeln oder ein weißes Papier als Etikett bestempeln. Dieses kannst du entweder auf bunte Tüten oder auf deine Gläser kleben.

Die Saatguttüten-Stempel findest du hier.

Wofür du die Stempel noch nutzen kannst:
Lege dir doch eine Übersicht über deine Lieblingssorten an: Stemple dazu z.B. in dein Gartentagebuch und fülle alle wichtigen Informationen aus. Ergänze mit Beobachtungen, die du zu den einzelnen Sorten gemacht hast.

Über weitere Ideen freue ich mich. Schicke mir gerne ein Foto oder teile sie auf Instagram und verlinke mich @einbisschengarten

Und jetzt viel Freude beim Saatgut Sortieren, Tauschen und Verschenken.

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